Hallo, ich bin Simon Knobloch

Eigentlich war ich der Meinung, dass meine Onlinepräsenz ausreichend Auskunft über mein Tun und Handeln gibt. Ich betreibe ein aktives Instagramaccount, mehrere Facebookseiten und bin auf LinkedIn und Crew-United vertreten.

Scheinbar reicht es aber nicht aus. Das fehlen einer Liste der 300 erwähnten Projekte wurde mir zur Last gelegt und generell sei es undurchsichtig wer ich bin und was ich tue.

Nun gut…

Ich habe mich entschieden nochmal einen tieferen Einblick in meine Arbeit beim Film und TV zu geben und einige Projekte meines bisherigen Arbeitsleben im Laufe der nächsten Monate vorzustellen. Ich hoffe dadurch eine neue interessante Einblicke auf meinem Blog für dich als Leser schaffen zu können. Gib mir gerne dazu dein Feedback.

Ich möchte auch auf mein kostenloses eBook „Dein Weg zum Film“ aufmerksam machen, in dem ich meine Berufsentscheidung, die damalige Meinung meiner Eltern dazu, erzähle und aufzeige was wichtig ist auf deinem Weg zum Film. Auf die Liste mit den 300 Projekten werde ich verzichten, da sie vermutlich keiner lesen würde.

Heute findest du schonmal eine Überblick über meine bisherigen Stationen meines beruflichen Werdegangs. Wenn da dazu fragen hast, schicke mir gerne eine Mail oder kommentiere unter diesen Beitrag.

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2009: Durch mein kirchliches Engagement habe ich die Möglichkeit einem ehrenamtlichen Team für Veranstaltungstechnik in Baden-Württemberg beizutreten. Seitdem betreue ich Kirchenveranstaltungen, die vom Gospelkonzert mit Liveband und 25 Sängern/Innen bis hin zu kleinen Gottesdiensten und großen europaweiten Kongresse mit bis zu 6000 Teilnehmer, im Bereich Liveaudio- und Videotechnik.

2013: Ich schließe die Schule mit dem Abitur und einem akzeptablen Notendurchschnitt ab. Bereits während der letzten zwei Schuljahre wird mir klar, dass mir ein 1,X Durchschnitt in der Branche vermutlich nicht viel bringt und konzentriere mich lieber darauf mein Wissen und Knowhow über mein zukünftiges Tätigkeitsfeld zu vertiefen. Das Filmemachen.

2013-2015: Ich studiere an einer Medienhochschule und schließe mit dem B.A. Digital Filmproduction ab. Meinen Abschlussfilm (Film), den ich gemeinsam mit meinem Kollegen Johannes Gall produzierte, selbst Kamera machte und mich ein paar Euros mehr als gedacht gekostet hat, setzt an der Hochschule neue Maßstäbe. Ich erhalte eine sehr gute Bewertung dafür. Dadurch fühle ich mich bestätigt und bin entschlossen meine Weg weiter zugehen. Während dem Studium arbeite ich als Produktionsassistent am mittellangen Spielfilm „Nach der Wahrheit“ (Trailer, ganzer Film) und in anderen Positionen an weiteren Projekten, wie beispielsweise an einem Musikvideo von Cro (Musikvideo Traum).

2014: Schon während meinem Studium gründe ich meine eigenes Unternehmen als Einzelunternehmer. Unter dem Namen SkywardProduction werden absofort Kundenaufträge und Personaldienstleitung als Kameramann und Kamerassistent durchgeführt. Zu den ersten Aufträgen zählen mehrere Eventfilme für eine Gewerkschaft, Eventdokumentation als Fotograf oder Fullserviceaufträge in Form von Imagefilmen für kleine und mittelständische Betriebe. Bis heute arbeite ich selbstständig als Kameramann und Mediendienstleister für Agenturen und Kunden wie Softwarehersteller, den Einzelhandel oder TV Redaktionen. Zu diesen Kunden zählen beispielsweise: Bosch Logistik (Kameramann für 3 Messefilme), dm Drogerie (Bildregisseur für 8 Teleshopping Livestreams), Evangelisches Medienhaus Stuttgart (Kameramann und Editor für ein TV Magazin), Solutio GmbH (Fullservice für mittlerweile 6 Unternehmensfilme, weitere in Planung), Green Medien (Kameramann für mehrere Unternehmensfilmprojekte), Hope TV (Kameramann und Editor für TV Sendungen und Dokuserien). Bis Ende 2018 arbeite ich hauptberuflich selbstständig und bestreite erfolgreich den Lebensunterhalt meiner Familie.

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2015: Ende des Jahres 2015 werde ich als Dozent für Vorlesungen am SAE Institute in Stuttgart angefragt und doziere seitdem Kamera- und Lichttechnik/Gestaltung, Livestreaming, OnAir Screendesign, Schnitt, Bildgestaltung, Producing und Staging.

2017: Gemeinsam mit meinem Kollegen Johannes Gall starte ich den Filmemacher Podcast Setfunk 5, welcher zweiwöchentlich erscheint (Aktuell sogar wöchentlich live auf Facebook, Stand 29.04.2020). Darin berichten wir von unseren aktuellen Projekten, geben ehrlichen Einblick in unsere Arbeit und damit verbunde Herausforderungen und Learnings. Ebenso thematisieren wie aktuelle Branchen- und Techniknews und stellen jedes Mal Gadgets, Software oder Alltagsgegenstände vor, welche uns das Leben bei der Arbeit erleichtern.

2018: Aufgrund sehr guter Zusammenarbeit mit dem christlichen TV Sender Hope TV , werde ich als Creative Producer und Kameramann angeworben. Ich nehme das Angebot zuerst in Teilzeit, ab Januar 2019 in Vollzeit an und verantworte seitdem TV Serien, Liveshows und fiktionale Miniserien. Im Jahr 2019 produzierte ich als Creative Producer eine 10 teilige Reality Doku im Bereich Gesundheit und Lifestyle und habe die Regie unsere Kinderserie Fribos Dachboden übernommen. Ganz aktuell (Stand April 2020) arbeite ich an der Entwicklung eine 14 teiligen TV Dokuserie mit geplanten Drehs in Nordamerika, Israel und Europa. Ebenso werden von einem internationalen Autorenteam derzeit die Drehbücher einer fiktionalen TV Miniserie mit 5x 25min Spielfilm mit internationaler Auswertung in Europa, Süd- und Nordamerika entwickelt. Aufgrund von Nondisclosure und Verträgen sind hier tiefere Einblicke aktuell nicht möglich.

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2019: Nachdem ich mehrere junge Filmemacher und Studenten im Aufbau ihrer Selbstständigkeit coache und berate, entscheide ich mich die Website Berufsberatung-film.de aufzusetzen und die damit verbunden Berufsberatung für Schulabgänger und Quereinsteiger auf der Suche nach dem richtigen Weg zum Film, sowie das Coachingprogramm „Filmemacher und Unternehmer“ für junge Filmemacher und Selbstständige zu entwickeln und einer breiteren Zielgruppe anzubieten. In diesem Zuge biete ich nun Webinare, regelmäßige Blogartikel und die erwähnte Beratung an, um jungen Filmemachern und denen die es werden wollen, eine Möglichkeit zu bieten tiefe Einblicke in der Branche zu erhalten sowie die Businessaspekte der Selbstständigkeit zu verinnerlichen, um langfristig erfolgreich sein zu können.

2020: Warum das Ganze?

Die Filmemacherei und mittlerweile auch das Fernsehmachen ist meine Leidenschaft, mein Hobby, etwas, was mir zu jeder Tages- und Nachzeit Freude bereitet. Durch Engagement, Mut und gute Ratgeber durfte ich sehr schnell in großen Schritten die Branche kennenlernen, Jobs und Aufträge wahrnehmen bei denen ich mich ständig weiterentwickeln konnte und von Beginn an sehr gut davon Leben konnte. Das nehme ich nicht als selbstverständlich, da meine beiden Hände nicht ausreichen um die Kollegen zu zählen, welche ich in meiner bisherigen Berufslaufbahn kennen gelernt haben, denen ihre Arbeit nicht zum Leben reicht. Teilweise sind es unglückliche Umstände die große Hürden mit sich bringen, manche stehen sich selbst im Weg und ganz viele sind sich schlicht und ergreifend nicht im klaren darüber, dass man als freier Filmemacher auch Unternehmer ist und vernachlässigen das eigene Marketing, den Verkauf ihrer Arbeit und die Wirtschaftlichkeit ihres Unternehmens.

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Ich selbst habe mir in langwierigen Recherchen und Gesprächen mit befreundeten Unternehmern und Kollegen das Wissen angeeignet, welches notwendig war, um mein Unternehmen auf ein wirtschaftlich und unternehmerisch sicheres Fundament zu stellen. Auch heute lerne ich täglich Neues dazu, um ständig auf dem aktuellen Stand zu sein und meinen Horizont zu erweitern. Dabei habe ich nicht nur einmal einen anstrengenden Umweg machen müssen. Ich denke da an einen Auftrag, bei dem ich leichtsinnig auf die Auftragsbestätigung inkl. der vereinbarten Gage verzichtet habe und am Ende ohne Geld da stand, oder meinen ersten Auftrag bei dem ich mich derart verkalkuliert habe, das ich trotz fünfstelligem Budget am Ende drauf gezahlt habe. Solche und weitere Fehler möchte ich meinen zukünftigen Kollegen ersparen. Nicht weil ich alles besser weiß, sondern weil ich Tools und Methoden entwickelt und angewendet haben, die mich Schritt für Schritt auf ein neues Level gehoben haben, sodass ich heute Aufträge und Produktion mit sechsstelligen Budgets verantworten und produzieren darf. Genau das möchte ich weitergeben. Die Branche braucht Nachwuchs, dringender denn je! Doch dabei geht es nicht nur um Talent und Kreativität, sondern die Branche braucht wissbegierige, verantwortungsvolle und verlässliche Profis, die nicht nur ihr Handwerk blind beherrschen sondern auch wissen, wie ein Projekt zu laufen hat, wie Preise kalkuliert und ein Projekt verkauft wird.

Auf dieser Website geht es nicht um mich, dieser Beitrag dient nur um denen die zweifeln einen Einblick zu geben warum ich das hier tue. Auf dieser Website geht es einzig und allein um DICH und DEINE Zukunft beim Film und TV!

Ich freue mich auf den Austausch mit dir und dich als Leser bei deiner Berufsberatung für Film und TV willkommen zu heißen!

Die neusten Artikel

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Corona für Filmemacher – deine große Chance!

Für viele Filmemacher scheint die Coronapandemie ein harter Brocken zu werden. Auftragsanfragen brechen ein, bestehende Produktionen werden abgesagt, die Aussicht bleibt trüb, da aktuell niemand weis ab wann die Produktionen wieder anlaufen können.

Trotzdem behauptet ich, dass die Coronakrise die größte Chance für dich als Filmemacher ist, die es in den letzten Jahren gab. In diesem Artikel möchte ich dir erklären warum, und wie du diese Chance nutzen kannst!

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Ohne Frage sind die aktuellen Tage und Wochen ein Krisenszenario, welches man sich im vergangen Jahr nicht vorstellen konnte. Umso besser, das Bund und Länder sehr schnell für kleine und mittelständige Betrieb die Soforthilfen gestartet habe, sodass diese Betriebe am Leben bleiben können. Ob diese Maßnahmen alle Betriebe und Selbstständige retten wage ich zu bezweifeln. Gerade die Gastrobranche und Solopreneure, werden in den Monaten nach der Krise die wahren Auswirkungen spüren. Eine schnelle Rolle rückwärts zur Normalität ist nämlich nicht zu erwarten.

Auch ich habe gerade keine bezahlte Arbeit. Glücklicherweise kann ich aber dazu sagen, dass es bei mir nicht an Corona liegt, sondern daran, dass ich während ich diese Zeilen schreibe, die letzten Tage meiner einmonatigen Elternzeit genieße. Zudem bin ich nur noch nebenberuflich selbstständig und arbeite hauptberuflich bei einem christlichen TV Sender, welcher rein spendenfinanziert ist. „Nadann hat der ja gut reden!“, magst du vielleicht denken. Vielleicht. Wenn ich mir die vielen abgesagten Produktionen beim Sender anschaue und meine eigenen Projekte dort betrachte, wovon eines im Ausland gedreht werden soll (Reisebeschränkungen) und das andere eine große finanzielle Belastung für den Sender mit sich bringt, wage ich auch hier zu bezweifeln, ob diese Projekte, bei einem möglichem Spendeneinbruch wirklich stattfinden. Am Ende stehen auch hier Jobs auf dem Spiel.

Da meine Frau aktuell nicht arbeitet, sondern sich liebevoll um unsere Kleine kümmert, ist das Einkommen aus meiner Selbstständigkeit auch sehr gerne gesehen und es würde mir weniger Sorge bereiten, würde das wieder anlaufen. Also ja, auf der einen Seite habe ich gut reden, da ich einen Arbeitsvertrag habe, welche mir monatliches Einkommen garantiert, zumindest bis jetzt. Auf der anderen Seite kann ich auch die Einnahmen der Selbstständigkeit gut gebrauchen und setze alles daran, dass diese bald auch wieder fließen.

Corona ist die Chance des Jahrzehnts für dich als Filmemacher!

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Immer, wenn der Markt unvorhergesehen aus den Fugen gerät, bahnt sich ein Umbruch an. Das war so als der Computer Ende der 90er massentauglich wurde, die ersten digitalen Kameras auf den Markt kamen, FullHD und 4K eingeführt wurden oder 2008 und 2012 während der Wirtschaftskrisen. Und nun kommt Corona.

Eigentlich bleibt doch alles beim alten, oder?

Diese Annahme höre ich in diesen Tagen oft, oder ist es eher eine Hoffnung? Ich bin davon überzeugt: Es ist ein Trugschluss. Zum Einen, steuern wir geradewegs auf eine Wirtschaftskrise zu bzw. befinden uns schon mitten drin. Wie lange diese anhält und welches Ausmaß sie einnimmt ist aktuell noch nicht absehbar. Die Politik gibt zwar ihr Bestes, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern, doch wie es in 2-3 Monaten aussieht, weiß aktuell keiner. Oder denken wir kurz daran, wenn eine überall gefürchtete zweite Infektionswelle kommt. ich möchte mit Sicherheit den Teufel nicht an die Wand malen, das ist nicht meine Art. Ich betreibe aber aktives Risikomanagement.

Warum? Ließ den Artikel zum Unternehmerischen Risiko, um es dir in Erinnerung zu rufen.

Zum Anderen, bin ich davon überzeugt, dass sich unsere Branche verändern wird. Viele Unternehmen wurden nun gezwungen sich zu digitalisieren, haben den Charme von Videokonferenzen und Webinars erkannt. Pressemitteilungen werden plötzlich als Livestream veröffentlich, wo vor kurzem noch eine pdf ausgereicht hat und ich habe von Unternehmen gehört, die darüber nach denken ihre Messeaktivitäten einzustellen und z.B. alle Produktpräsentation in Zukunft online, ggf. in VR, durchzuführen. Für andere, vor allem mittelständische Unternehmen, sind Imagefilme und generell Videos oftmals ein Marketingluxus, welches sie sich nur bei sehr guter wirtschaftliche Lage leisten können oder wollen. Gerade diese Unternehmensschicht ist aktuell stark von der Pandemie betroffen und wird mit Sicherheit weniger beauftragen, als noch im vergangen Jahr.

Die Aussicht ist mäßig bis wolkig. Wo auf der einen Seite Aufträge entstehen, brechen auf der andererseits Auftragszahlen ein. Die Umsätze verschieben sich und werden kleiner.

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Deshalb ist Corona für dich als Filmemacher ein riesige Chance:

Es gibt für dich als Selbstständigen im Grunde drei Wege, um mit eine Situation wie der Coronakrise umzugehen.

1. Aufgeben. Du kämpft als Filmemacher noch solange die wenigen Rücklagen reichen, wartest auf Aufträge und gibst schließlich auf und suchst dir einen anderen Job, in einer vermeintlich sichereren Branche. Du kehrst, der Selbstständigkeit den Rücken, warst unbewusst vielleicht nie zu 100% davon überzeugt und nun hast du auch noch einen guten Grund aufzugeben und kannst einem nicht greifbaren Virus die Schuld in die Schuhe schieben. Herzlichen Glückwunsch, du hast verloren!

2. Aussitzen. Du hast als Filmemacher das große Glück und warst in den Monaten und Jahren vor Corona sehr erfolgreich und hast dir ein ordentliches Finanzpolster aufgebaut. Somit kommst du locker mehrere Monate auch ohne die gewohnten Einnahmen durch und sitzt Corona quasi aus. Du wartest einfach bis wieder die Aufträge kommen bzw. die Lockerungen neue Drehs ermöglichen. Ab und zu schreibst du mal Kunden an und machst Werbung für die Zeit nach der Krise. Im Großen und Ganzen bleibt alles beim alten und du sitzt die ganze Sache aus. Was du dabei aber nicht beachtest, sind mögliche Veränderungen am Markt. Durch die letzten Monate und Jahre bist du verwöhnt von gut laufenden Geschäften und hast Marktveränderungen aus dem Blick verloren. Dementsprechend kannst du dann bei neuen Produktionsanforderungen ggf. nicht mithalten, hast nicht das notwendige Knowhow oder keine Zugriff auf gute Leute und Technik, welche die neuen Bereiche, die außerhalb deines täglichen Horizontes liegen, bereits beherrschen. Du brauchst eine Weile bist du fit genug bist um Aufträge abwickeln zu können und hast in der Zwischenzeit einige deiner Kunden an die Konkurrenz verloren, die aufmerksamer waren und ihre Chance genutzt haben. Entweder wirst du langsam aber sicher in Richtung Option 1 (siehe oben rutschen)rutschen , oder aber du kommst auf Option 3, die für dich nun aber mehr Arbeit als eigentlich notwendig bedeutet, weil du nachholen musst.

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3. Aufstehen. Du hast als Filmemacher wegen Corona zwar keine Aufträge und keine Einnahmen, aber du nicht aufgeben und das ganze auch nicht aussitzen. Du willst unbedingt etwas tun. Du bist neugierig, informierst dich über das Marktgeschehen, bleibst mit deinen Kunden in Kontakt. Nicht nur per Mail, sondern du rufst sogar mal an. Du betreibst aktive Kundenbetreuung und erfährst so, was die aktuellen Bedürfnisse der Kunden sind. Dabei stellen sich neue Anforderungen heraus, welche ggf. noch nicht in deiner Expertise liegen. Sofort packst du diese Gelegenheit am Schopf, nutzt die Zeit in der zu gerad kein Aufträge hast, um dich weiterzubilden. Du connectest dich mit Kollegen die bereits in dem neuen Geschäftsbereich Expertise haben tauschst dich aus. Sobald du dich sicher fühlst gibt es eine neue Runde Kundenbetreuung. „Herr XY, ich habe über unser Telefonat demletzt nachgedacht und ihre Sorge, ob sie alle Kunden ohne geöffnete Filialen halten können, hat mich auf folgende Idee gebracht…“, „Guten Tag Frau AB, im letzten Telefonat haben sie mir erzählt, dass sie eigentlich zu dieser Zeit auf Messe wären, um ihr neues Produkt vorzustellen. Was halten sie davon, die Produktpräsentation medial aufzubereiten und …“. Jetzt geht es darum neue Ideen zu entwicklen, aktiv Akquise zu betreiben. Viele der Kunden kennen nicht alle Möglichkeiten, die das Medium Film und Video bietet oder haben keine Vorstellung, wie so etwas umgesetzt wird. Livestreaming ist eine aktuell sehr gefragte Option auch für interne Unternehmenskommunikation, kleine Produktion mit 3-4 Personen sind auch noch realistisch umzusetzen, vor allem jetzt, wenn sich die Einschränkungen langsam zu lösen scheinen. Herzlichen Glückwunsch du hast gerade zwei neue Aufträge generiert, weil du aktiv warst und Möglichkeiten gesucht, statt auf Kunden gewartet hast!

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Nie hattest du mehr Zeit dich um dein Business zu kümmern als jetzt. Es gilt Kreativ zu sein und Chancen zu nutzen. Wer wartet verliert aktuell den Boden unter den Füßen. Nutze die Zeit für Weiterbildung, kümmere dich um Zugriff auf gutes Equipment und gute Kollegen, biete deinen Kunden aktiv Alternativen an und erfahre durch aktive Kundenbetreuung ihre aktuellen Bedürfnisse. Ein gutes Produkt, gepaart mit einem attraktiven Preis überzeugt auch in der Krise. So kannst du von Platzhirschen in der Branche, den ein oder anderen Kunden abwerben. Vermutlich nicht den riesigen Werbeagenturen von Daimler, Bosch, oder ähnlichen. Aber die kannst neue mittlere und kleinen Betriebe für dich als Kunden gewinnen.

Die Branche sortiert sich gerade neu, da alle schauen müssen wie es weiter geht. Genau das ist die Chance einen Schritt schneller zu sein wie die Konkurrenz und neue Kunden für sich zu gewinnen, um nach der Krise auf sicher bedienen durchstarten zu können.

Lass uns gemeinsam an deinem Erfolg als Filmemacher gemeinsam arbeiten. Buche noch heute das Filmemacher und Unternehmer Coaching, erhalte 12% Rabatt mit dem Rabattcode Corona2020 und profitiere davon, wie wir gemeinsam deine Situation analysieren und einen Plan für die kommenden Wochen für dich und dein Business entwickeln.

(Der Rabattcode ist bis zum 24.04.2020 23:59Uhr gültig.)

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So bleibe ich produktiv!

Dauerhaftes Home Office ist nicht jedermanns Sache und besonders, wenn eine Auftragsflaute damit einher geht. Schnell verfällt man in ein Stimmungstief, Lustlosigkeit und Unproduktivität. Meine Devise ist: Beschäftigt bleiben!

Beschäftigt bleiben ist das Eine, richtig sinnvoll wird es dann wenn man auch produktiv bleibt. Es ist ein kleiner aber feiner unterschied.

In den vergangen Jahren erlebte ich immer wieder Zeiten, in denen wenig zu tun war und ich viel zu Hause rum saß. Mit den folgenden Methoden konnte ich immer produktiv bleiben und die Zeit sinnvoll nutzen, sodass ich in der Regel stärker aus der Auftragsflaute und Leerlaufzeit heraus gekommen bin. Vielleicht ist auch die ein oder andere Methode dabei, die du noch nicht kennst, sei also offen und neugierig.

Rechtzeitig aufstehen

Rechtzeitig aufstehen bedeutet für mich so aufzustehen, wie ich es gewohnt bin. Mein Wecker klingelt normalerweise um 6:00Uhr morgens. Jetzt da ich mehr zu Hause bin und im Home Office sitze, klingelt mein Wecker immer noch um 6:00Uhr morgens. Dadurch gebe ich meinem Körper und Kopf das Signal es ist alle wie sonst auch, kein Grund die Energielevel herunter zu fahren. Wenn du normaler weise um 7:30Uhr aufstehst, dann bleibe dabei! Ein stabiler Biorhythmus hilft dem Körper und dem Kopf konzentriert und vital zu blieben

Die richtige Kleidung

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich es sehr genossen den ganzen Tag in Jogginghose und Schlabberpulli herum zu laufen, wenn ich im Home Office war. Allerdings habe ich irgendwann festgestellt, das ich nie wirklich wach werde. Das Gefühl von „Ich könnte jetzt auch wieder schlafen gehen“ oder „das Sofa ist echt bequem“ wollte einfach nicht verschwinden. Als ich dann mehr oder weniger durch Zufall eines Tages Jeans und Poloshirt angezogen habe, obwohl ich im Home Office war, merkte ich, dass sich mein denken plötzlich änderte. Mein Antrieb etwas zu tun kam zurück, das faule rumhängen auf dem Sofa in Jeans und Poloshirt fühlte sich nicht richtig an. Seitdem habe ich auch zu Hause im Home Office immer ordentliche Kleidung an und sage so meinem unterbewusst sein, dass es Zeit ist etwas zu tun!

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Die richtige Ernährung

Leichte und frische Kost ist mein Mittel der Wahl, um produktiv und aktiv zu bleiben. Dadurch bleibt der Körper vital und verfällt nicht in ein „Verdauungskoma“. Viel Wasser trinken, frisches Obst und Rohkost helfen den Körper mit den notwendigen Nährstoffen und Energie zu versorgen. Vermeide Fastfood, Energydrinks und fertig Essen. Das gibt zwar schnell Energie, doch diese ist meist genau so schnell wieder verpufft und eine unaufhaltbare Trägheit macht sich breit. Auch Bewegung und Sport helfen dem Körper aktiv und energetisch zu bleiben.

Hier gibt es ein kostenloses 10 Wochenprogramm in dem es um Ernährung und Bewegung geht. Es heißt „Refresh“. Im vergangen Jahr habe ich dazu eine Realitydoku gedreht. Beides kann ich sehr empfehlen. Entwickelt wurde der Kurs von Sportwissenschaftlern und Ernährungsprofis, der Kurs inkl. Betreuer ist und bleibt kostenlos.

Aktive Pausen

Mache regelmäßig aktive Pausen. Geh eine Runde um den Block, öffne die Fenster für frische Luft und beschäftige dich mit etwas anderem als der Arbeit. Du kannst beispielsweise auch etwas frisches kochen. Meist hat man während Auftragsflauten die Gelegenheit für eine etwas länger Mittagspause und kann die Zeit so sehr gut nutzen. Auch ein kurzer Einkauf bietet sich als Pause an, so kommt man raus, man vermeidet die Stoßzeiten in den Supermärkten und beschäftigt sich gedanklich mit etwas anderem. Ein kurzer 10 minütiger Powernap kann ebenso neue Energie geben. Stelle dir dazu einen Wecker, dass du nicht den ganzen Tag verschläfst. Vermeide in den Pausen sinnloses surfen im Internet, da schaltet zwar der Kopf ab. doch das Anschalten danach fällt umso schwerer.

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To do Listen

Lege dir immer abends eine To do Liste für den kommenden Tag an. Dort kannst du Dinge drauf schreiben, die noch nicht fertig geworden sind oder die generell noch erledigt werden müssen. So kannst du am kommenden Morgen direkt starten ohne zu überlegen was als nächstes erledigt werden muss. Und dann ganz wichtig: Just do it! Denke nicht viel darüber nach ob du das jetzt wirklichen machen willst oder sollst, tu es einfach und beginne mit der Aufgabe. Arbeite deine Liste ab bis sie fertig ist oder Zeit für Feierabend.

Beschäftigungsideen

Wenn keine Aufträge da sind, entsteht schnell der Eindruck man hätte nichts zu tun. In Wirklichkeit ist das ein trügerischer Gedanke. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade dann meine To do Liste immer weiter wächst. Zwar generiert nicht alles sofort Geld, doch man kann in dieser Zeit extrem viel wegschaffen. Hier ein paar Ideen, was du in diese Zeit anpacken kannst:

  • Steuer des vergangen Jahres falls noch nicht erledigt
  • Buchhaltung sortieren und aufräumen
  • Versicherungen auf Aktualität und Relevanz checken
  • Neues Showreel schneiden/erstellen
  • Liegen gebliebenes Material verarbeiten
  • Weiterbildung durch Bücher, Podcast und Videokurse
  • Equipment checken/säubern/reparieren
  • Festplatten sortieren und aufräumen
  • Ausgabenaufstellung und auf Relevanz und Einsparungspotenziale prüfen
  • Netzwerken via Telefon und Videocalls mit Kollegen
  • Branchennews beobachten und über neue Technik informieren
  • Website aktualisieren
  • AGBs erstellen/aktualisieren
  • Dinge testen und ausprobieren die man schon immer mal machen wollte
  • … die Liste kann beliebig erweitert werden

Wechsel den Arbeitsplatz

Wenn du dein Büro satt hast, bau doch einfachmal für ein paar Tage dienen Arbeitsplatz an den Esstisch oder einen anderen Platz, so hat man eine neue Umgebung und der Kopf wird neu angeregt

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Wichtig ist, sich nicht gehen zu lassen. Diese Zeiten sind anstrengend, nicht nur für den Kopf den man sortieren muss mit all den Sorgen… Bleib beschäftigt und produktiv, lass dich nicht aus der gewohnten Arbeitsenergie herauswerfen. Mit Sicherheit kannst du dir auch mal einen Tag frei nehmen, achte jedoch darauf, dass du nicht den ganzen Tag auf dem Sofa hängst. Geh spazieren, koche frisch, gehe einkaufen, mach Sport, bleibe aktiv!

Welche Methoden helfen dir aktiv und produktiv zu bleiben, habe ich welche vergessen?

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Ep. 68 Corona

Corona bestimmt aktuell viele Bereiche unseres Lebens. Johannes Gall, Aufnahmeleiter und Producer spricht mit mir in der aktuellen Folge von Setfunk 5 über die aktuelle Lage für die Branche, wie es uns damit geht und welche Möglichkeiten es dennoch gibt das Leben weiter zu leben.

Unter anderem berichte ich von meiner Erfahrung in Thailand, wir sprechen über die Nothilfeprogramme von Bund und Länder und was für uns aktuell wichtig ist.

Als Podcast auf Soundcloud/Spotify/Apple Podcast:

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Dein unternehmerisches Risiko

Das Thema unternehmerisches Risiko wird oft auf die Seite geschobenen, vorallem wenn man neu in die Existenzgründung startet. Das verdirbt die euphorische Gründerstimmung, kostet zu viel Geld und ist generell eher was für Pessimisten. All diese Argumente habe ich schon oft gehört und immer dann frage ich mich kopfschüttelnd, ob ich tatsächlich ein Pessimist und Spielverderber bin, weil es eines der ersten Themen ist, welches ich im Gespräch mit jungen Freelancern anspreche.

Sag du es mir!

Disclaimer: Es gibt mit Sicherheit passendere Momente um diesen Artikel zu posten, doch da ich schon eine Weile vor Corona dieses Thema auf dem Zettel hatte gibt es ihn trotzdem oder gerade deshalb. Ich möchte in keinster Weise den Anschein erwecken, dass dieser Artikel in der aktuellen Situation helfen kann, mit diesem Artikel möchte ich all diejenigen auf ein Thema aufmerksam machen und eine To do Liste mit an die Hand geben, die neu in die Selbstständigkeit starten oder noch tiefer einsteigen möchten. Das Risikomanagement muss vor eine Krise stattfinden. Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Finanzberatung!

Für mich kam das Thema unternehmerisches Risiko recht früh auf den Tisch, denn wer den sicheren Nebenjob kündigt, nach dem Studium oder der Ausbildung keine Festanstellung anstrebt und noch dazu mit größeren Kundenprojekten hantiert, wovon die wenigsten außerhalb der Branche (zumindest in meinem Umfeld) Ahnung haben, der muss sich nicht nur einmal die Frage stellen lassen, was man denn vorhabe wenn es schief geht?

Im Folgenden findest du mögliche Risikobereiche für dich als selbstständigen Filmemacher, Anregungen zur Risikominimierung und meine eigene Erfahrung zu Thema.

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Mögliche eintreffende Fälle und Risikobereiche:

  • keine Aufträge/Auftragsflaute, gerade am Anfang kommt sowas öfters vor oder wenn man sich zu sehr auf ein paar wenige Stammkunden verlässt und diese dann nicht mehr buchen.
  • der Kunde zahlt nicht, sei es aufgrund einer Meinungsverschiedenheit über die abgelieferte Leistung, die Insolenz des Kunden oder eines Betrug, trotz Verträgen kommt es immer wieder einmal zu nicht bezahlten oder viel zu spät bezahlten Rechnungen.
  • eigene Erkrankung kann immer passieren und meistens kommt sie dann wenn man sie nicht braucht. Wenn es wirklich dazu führt, dass man seiner eigenen Arbeit temporär nicht mehr nachkommen kann führt das zu Umsatz und Gewinnrückgang, ggf. sogar Mehrkosten.
  • Drehausfall, ein sehr wichtiges Crewmitglied fällt wegen Krankheit oder Verspätung aus und kann nicht ersetzt werden, das Wetter macht einen Strich durch die Rechnung, Technik geht kaputt oder wichtige Genehmigungen wurden vergessen… das und viel mehr kann zum Drehausfall oder Drehabbruch führen. Wenn es dein eigenes Verschulden ist kann dir das teuer zu stehen kommen, denn der Kunde will die bestellte Leistung fristgerecht.
  • unerwartete Steuernach- oder vorrauszahlungen können dich schmerzhaft treffen, wenn das Geld nicht vorhanden ist, sowohl privat als auch beruflich.

Deine private Existenz

Als Selbstständiger und Unternehmer bist du voll und ganz selbst für sich verantwortlich. Das betrifft ganz offensichtlich dein monatliches Einkommen, um den Lebensunterhalt von dir selbst und deiner Familie sicherzustellen, es betrifft aber auch deine persönliche Absicherung. Sprich Krankenkasse, Altersvorsorge, private finanzielle Rücklagen und Versicherungen für unvorhergesehenes (zb Haftpflichtversicherung Unfallversicherung, Auslandsversicherungen, Hausrat, KFZ,…)

Es besteht das nicht zu verachtende Risiko selbst vor dem Nichts zu stehen, wenn der Fall der Fälle eintritt.

So kannst du das Risiko verringern: Erstelle eine Liste mit allen privaten Kosten, von Miete über Versicherungen, Nahrungsmittel, etc. vergiss deine Altersvorsorge und dein Sparkonto nicht. (Das musst du auch machen wenn du deinen Tagessatz und dein monatl. Mindesteinkommen berechnen möchtest hier geht zum Artikel)

Teile alle Kostenpunkte in verzichtbar, temporärverzichtbar und unverzichtbar. So hast du im Risikofall eine Liste und kannst sofort deine Ausgaben überblicken und schnell reagieren und einkürzen. Bei der Gelegenheit kannst du auch überprüfen ob du wirklich alles brauchst. 

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Alle unverzichtbaren Kosten und Verbindlichkeiten, wie zb Schuldentilgung, ergeben deine Summe X, zb 1000€. Diese 1000€ solltest du auf ein ‚Notfallkonto‘ packen, welches du auch wirklich nur im Notfall anrührst. Wenn du mehr als einen Monat absichern möchtest, musst du deine Summe X mit der Anzahl der gewünschten Monate multiplizieren. Beispielsweise ein viertel Jahr wäre 1000 x 3 = 3000€ Notfallreserve. Je mehr Monate desto mehr Zeit hast du deinem Einkommen wieder auf die Beine zu helfen.

Das Notfallkonto kannst du Schritt für Schritt aufbauen. Dein Notfallkonto verschafft dir Zeit. Um diese Notfallkonto herum, kannst du dir noch weitere Sparkonten für Urlaub, KFZ, Steuer, etc aufbauen, ganz nach deinem Geschmack.

Zudem ist es immer eine gute Entscheidung sich nicht zu verschulden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Vorallem betrifft das die Konsumschuld, sprich der neue TV der finanziert wird, der überteure Urlaub den man sich nicht bar leisten kann oder das vollausgestattete neuste Auto… all diese Schulden treiben die monatlichen Fixkosten in die Höhe und glaubt mir mit denen die das Geld von euch wollen ist in der Regel nicht zu spaßen, falls ihr eure Rate nicht zahlen könnt.

Für mich und meine Frau haben wir entschieden: Was wir nicht bar zahlen können, wird nicht gekauft. So haben wir gebrauchte Autos, unser 43´ Smart TV ist schon 3 Jahre alt, mein Handy 7 Jahre und unser Urlaub wird sofort gezahlt und nicht mit Raten finanziert. Wenn wir uns aktuell etwas nicht leisten können kaufen wir es nicht, sparen und investieren jeden Monat eine feste Summe und haben unsere Finanzen mit einer monatlichen  Einnahmen-Ausgaben Tabelle fest im Griff.

Deine berufliche Existenz

…kann manchmal schneller vorbei sein als du denkst. Und zwar dann, wenn du vom ständigen Geldfluss abhängig bist. Das ist der Fall, wenn du dein Unternehmen/Selbstständigkeit so eng kalkulierst, dass deine Einnahmen, sobald sie auf deinem Konto angekommen sind, zu Ausgaben werden. Selbstverständlich müssen die Kosten gedeckt werden, so werden zwangsläufig die Einnahmen zu Ausgaben. Ich meine hier im Prinzip das selbe wie bei deiner privaten Existenz. Achte darauf, das deine monatlichen Ausgaben nicht explodieren, dass du dir im Klaren bist welche Fixkosten monatlich anfallen und deine monatliche Einnahmen-Ausgaben Rechnung nicht zu knapp ist.

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Da deine berufliche Existenz direkten Einfluss auf deine private Existenz hat, ist es noch dringender, dass du Einnahmenausfälle über einen bestimmten Zeitraum kompensieren kannst. Ansonsten wirst du zwangsläufig in die Situation kommen, dass du private Mittel in die berufliche Kasse steckst. Im Prinzip ist das dann, wenn man es spitz auf Knopf sieht, eine Insolvenzverschleppung, weil dein Unternehmen ohne Finanzhilfen zahlungsunfähig wäre. Solange du private Mittel zuschießt ist rechtlich noch alles ok. Wenn es aber größer Ausmaße annimmt bewegst du dich langsam aber sicher ins rechtliche Abseits. In Deutschland ist eine Insolvenzverschleppung strafbar.

Auch hier ist meine Empfehlung aus eigene Erfahrung, halte deine Kosten klein, auch wenn die Einnahmen wachsen. Verschaffe dir mit der oben erwähnten Liste einen Überblick über deine Kosten. Lege dir für dein Unternehmen ein Notfallkonto an, welches die Kosten für mehrere Monate decken kann, wenn deine Einnahmen ausbleiben oder sich verspäten.

Damit kannst du das Risiko für eine Pleite bei Einnahmenausfall verkleinern, ohne private Mittel einsetzen zu müssen.

Es gibt aber auch noch Schadensfälle die hohe Kosten verursachen können. Sachschäden und Personenschäden, beides ist nicht zu vernachlässigen. Deine Location kann am Dreh beschädigt, die Umwelt in Mitleidenschaft gezogen werden, gemietete oder eigene Technik kann zu Bruch gehen und Kunden oder Kollegen können bei einem Unfall, zb ein umfallendes Lampenstativ oder stolpern über Kabel, zu Schaden kommen.

Hierfür gibt es Versicherungen. All das, bis auf den Schaden an der eigenen Technik (Elektronikversicherung), deckt eine gute Betriebshaftpflicht ab, die für jeden Selbstständigen und Unternehmer eine unbedingte Pflichtversicherung ist! (Oft ist auch der privates Bereich inkludiert, so spart man sich die Privathaftpflicht) Ohne die gehts in meinen Augen nicht und als Soloselbstständiger bekommt man eine gute Betriebshaftpflicht für 300-500€ im Jahr.

Auch für den Fall, dass man selbst längere Zeit krank wird, lohnt es sich die Zusatzoption des Krankengeldes ab der 7. Woche bei der Krankenversicherung zu wählen.

Was wenn aber ein Kollege am Tag des Dreh aus irgendeinem Grund ausfällt?

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In diesem Fall ist nichts wertvoller und kostengünstiger, als ein richtig gutes Netzwerk mit Kollegen aller Gewerke. Es ist um Welten die bessere Wahl einen Dreh verspätet zu beginnen und ein paar Überstunden zu machen/zahlen, als den Dreh abzublasen und neu planen zu müssen. Gleiches gilt bei kaputter Technik. Hast du gute Verleiher an der Hand die schnell und spontan aushelfen können? Die entstandenen Mehrkosten eines Drehausfalls kannst du dem Kunden nämlich nicht in Rechnung stellen. Darauf bleibst du am Ende sitzen, das ist dein unternehmerisches Risiko.

Steuern sind in der Regel das Hassthema bei Selbstständigen, vorallem in den ersten Jahren, wenn man noch keine Erfahrung damit gemacht hat. Da kann man schnell von hohen Nachzahlungen oder Vorauszahlungen überrascht werden. Auch hier ist Vorbereitung alles.

Ich habe zu Beginn meiner Selbstständigkeit eine Regel im Bezug auf die Einnahmen aufgestellt. Zuerst wird die Umsatzsteuer auf ein separates Konto geschoben und dann, wenn die Produktionskosten abgezogen sind, kommen 30% des  übrigen Geld, dem Gewinn, ebenfalls auf ein separates Konto für die Steuer. Wenn die Gesamteinnahmen steigen muss dieser Prozentsatz ebenfalls steigen, weil dein Steuersatz ebenfalls steigen wird. Ggf. kommt auch die Gewerbesteuer noch dazu. Dieses Geld, welches ich im ganzen Jahr, beispielsweise im ganzen Jahr 2019, auf die Seite gelegt habe, bleibt solange unberührt, bis der Steuerbescheid für 2019 da ist. Dann wird davon die Steuer gezahlt. Wenn etwas übrig bleibt, habe ich dieses Geld auf mein Rücklagen und Investitionskonto der Firma gelegt, da ich es bisher nicht gebraucht habe, kann ich es ohne Bedenken auch weiterhin auf der Seite liegen lassen und für später aufheben. Wenn das Geld nicht reicht muss ich aus dem Umlaufvermögen zuschießen. So handhabe ich das und fahre damit seit über 5 Jahren sehr gut und bin bisher durch keinen Steuerbescheid in ein finanzielles Loch gefallen, auch wenn die Summe immer wieder wehtut. Wenn deine Steuer bzw. dein Gewinn immer weiter steigt, musst du mit Vorauszahlungen rechnen und bereits jetzt 2020 die Steuer für 2020 quartalsweise vorauszahlen und nicht erst mit dem Steuerbescheid, welchen du im kommenden Jahr bekommst bezahlen. Das heißt die zurückgelegten 30% vom den Einnahmen gehen quartalsweise zum festgelegten Betrag an das Finanzamt. Wenn deine Einnahmen dieses Jahr steigen, lege mehr zurück das eine mögliche Nachzahlung (weil die Vorauszahlungen zu niedrig waren) auch gedeckt ist.

Am Ende geht es in den meisten Fällen ums Geld. Ohne ist man arm dran, kann aber immerhin nichts mehr verlieren, mit Geld hat man zwar mehr Möglichkeiten aber die Fallhöhe wird mit steigendem Vermögen höher…

Oben habe ich oft geschrieben, dass man sich durchaus auch höhere Beträge zurücklegen muss, um Risiken zu verkleinern und den Fall der Fälle abfedern zu können. Diese Rücklagen sind selten von heute auf morgen vorhanden. Du musst sie Stück für Stück, sowohl privat als auch beruflich, aufbauen. 

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Ich habe bereits einen Artikel veröffentlich, in dem es um das richtige Kalkulieren deiner Tagesgage geht, hier kommt zusätzlich die Projektkalkulation ins Spiel. Da gerade, was die beruflichen Rücklagen angeht, die Unternehmensgewinne, wirtschaftlichen Puffer und Handlungsspielräume nicht beachtet werden, ist es um so wichtige hier Selbstbewusstsein in der Kalkulation zu erlangen. Egal ob Angst vor eine Auftragsabsage oder Unwissenheit im Spiel sind, tu es für dich, denn letztlich wird immer am falschen Ende gespart und das ist in der Regel deine Gage, deine finanzielle Absicherung, dein Leben.

Im Coaching Filmemacher und Unternehmer kannst du genau dieses Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen aufbauen. Gemeinsam arbeiten wir uns durch deine persönliche Situation. So hast du einen vollständigen Überblick über dein Unternehmen, kennst deine Zahlen, deine Möglichkeiten und deine Risiken.

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Ep. 50 Werbung oder Spielfilm?

Die großen Geschichten erzählen, Emotionen wecken, Menschen begeistern. Das ist das Ziel von rund 80% der Personen, die zu mir kommen. Fast alle die zum Film möchten, wollen zum Spielfilm, denn in vieler Augen besteht die Film und TV Landschaft nur daraus.

Gehörst du auch dazu? Nun, dann muss ich dich leider enttäuschen. Der Spielfilm macht in der Film und TV Branche nur einen verhältnismäßig kleinen Bereich aus. Zwar gibt es Hochburgen wie Berlin Babelsberg, wo hauptsächlich Spielfilm gedreht wird, doch schaut man ein wenig tiefer auf der Karte findet man Köln, die TV Hochburg oder Stuttgart, die Werbe Hochburg.

Welcher dieser Bereiche ist der Beste, wo findet man mehr Jobs und wo kann man am besten Fuss fassen?

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In Episode 50 von Setfunk 5, sprechen Johannes Gall und ich über die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und wie wir unseren Weg gefunden haben.

Als Podcast auf Soundcloud/Spotify/Apple Podcast:

Als Videopodcast auf YouTube:

Wenn du den richtigen Bereich für dich und deine Karriere finden möchtest, unterstütze ich dich durch deine individuelle Berufsberatung gerne!

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Bücher für Filmemacher

(Update 08.03.2020)

Diese Bücher haben meinen beruflichen Horizont erweitert, mein Wissen ergänzt oder vertieft und mich zu einem besseren Filmemacher und Unternehmer gemacht!

Ständige persönliche Weiterbildung ist unabdingbar! Egal ob beruflich oder privat, wer meint er könne mit seinem aktuellen Wissen bis ins Alter durchkommen irrt sich gewaltig.

Für mich sind Bücher der entspannteste Weg der Weiterbildung. Ich mache es mir auf dem Sofa gemütlich, sitze in der Bahn oder relaxe auf der Strandliege im Urlaub und bilde mich durch Bücher für Filmemacher weiter.

Denke auch daran, dass du die zwei kostenlose eBook zum Thema „Dein Weg zum Film – Überzeuge die Zweifler und finde dienen Weg“ und „Selbstständig in der Filmbranche – 5 Tipps für deinen erfolgreichen Start“ jetzt gleich herunterladen kannst.

(Folgende Auflistung stellt kein Ranking dar, diese Liste wird regelmäßig erweitert und aktualisiert)

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Steven D. Katz – Die richtige Einstellung

Ein Standardwerk für Kameraleute. Ein Nachschlagewerk für die Entwicklung des Bildes, der Sprache des Films, die Kamerabewegung, Kadration, etc. Habe selbst für meine Arbeit als Kameramann und Regisseur wertvolle Gedanken heraus nehmen können. Dieses Buch eignet sich perfekt für die persönliche Weiterbildung in Sachen Bildgestaltung und visuelle Inszenierung. Das Buch gibt es in deutsch fast nur noch gebraucht, es lohnt sich wirklich.

Hier kannst du das Buch kaufen: Steven D. Katz – Die richtige Einstellung – ab 37,00€

Wolfgang Lanzenberger – Live-TV

Es ist das alleinstellungsmerkmal des linearen TV: Die großen Livesendungen. Egal ob damals „Wetten, dass…“ oder heutzutage die Gameshows. Nachrichtensendungen oder Sportübertragungen. Live ist ein besonderen Reiz für TV Macher. Wolfgang Lanzenberger ist Chef der Regie bei ProSiebenSat1 und beschreibt in sehr angenehmer Art den Produktionsablauf, die Risikofaktoren und die Besonderheiten von Live-TV. 300 Seiten wertvolles Wissen, auch für „Nicht TV Macher“ definitiv lesenswert..

Hier kannst du das Buch kaufen: Wolfgang Lanzenberger – Live-TV: Produzieren und senden in Echtzeit – 34,99€

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Robert Edgar Hunt – Basics Film: Regie

Dieses Buch stammt aus einer englischsprachigen Reihe, welche nur vereinzelt ins deutsche übersetzt wurde. Es bildet die Basics der Filmproduktion ab und geht dabei sehr schön in die Tiefe! Mit diesem Buch habe ich mich auf meine erste Regiearbeit bei einem Kurzfilm vorbereitet. Seitdem ist der Inhalt des Buches fester Bestandteil meiner konzeptionellen und gestalterischen Arbeit als Creative Producer.

Hier findest du alle vier Bücher der Reihe Basics Film-Making in englischer Sprache!

Hier kannst du das Buch auf deutsch kaufen: Robert Edgar Hunt – Basics Film: Regie – mittlerweile ab 75,00€ oder du schreibst mir eine eMail, ich habe den gesamten Satz der 4 Bücher in englisch doppelt und gebe einen ab.

Kai Tilgen – Wie ich mir einen Platz in der Fernsehhölle verdient habe

Kein Enthüllungsbuch, sondern eher das Tagebuch eine Realisators von Formaten wie GNTM, DSDS oder Familie im Brennpunkt. In teils derber Sprache skizziert Kai Tilgen seine Karriere und zeigt ungeschönt, wie es am Set von Realityformaten zugeht. Für mich eine nützliche Informationsquelle, die aber gefiltert gelesen werden muss. Kai Tilgen ist und bleibt ein TV Realisation der kleine Dinge gerne groß aufbläßt.

Hier kannst du das Buch kaufen: Kai Tilgen – Wie ich mir einen Platz in der Fernsehhölle verdient habe – 12,99€

Devon Franklin – Produced by Faith

Devon Franklin ist ein christlicher Hollywoodproducer, der schon einige Filme mit Will Smith produziert hat. Das Buch kombiniert in sehr angenehmen Art die Filmbusiness mit der christlichen Persönlichkeitsentwicklung. Wie geht man mit Rückschlägen um, was braucht ein Film um gut zu werden. Interessante Einblicke in die Welt der Producer in Hollywood sind garantiert!

Hier kannst du das Buch kaufen: Devon Franklin – Produced by Faith – 15,50€

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Peter Benkowitz – Corporate Film. Workbook für Filmemacher

Corporate Film im gang großen Stil. Anhand von konkreten Beispielen und Zahlen wird der Prozess vom Verkaufsgespräch bis hin zur Abgabe des fertigen Filmes durch konjugiert. Inkl. Verträgen, Kalkulationen, Tipps und Tricks. Hier gehts um wirklich große Filme und Budget. Aus diesem Buch habe ich sehr viel für meine Aufträge, die auch mal kleinere Budgets haben, gelernt.

Hier kannst du das Buch kaufen: Peter Benkowitz – Corporate Film. – 24,99€

Suzanne Lyons – Indie Film Producing

Egal ob dein nächsten studentischer Film ansteht oder eine freie Arbeit für dein Portfolio. Sobald es um szenische Independent Filme und deren Umsetzung geht ist dieses Buch von Suzanne Lyons eine wertvolle Wissensquelle, die dir einige Mühen erspart.

Hier kannst du das Buch kaufen: Suzanne Lyons – Indie Film Production – ab 24,99€

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* Einige der bereitgestellten Links zu den Produkten sind Affiliatelinks. Werden Käufe über diese Links getätigt, erhält der Linkersteller eine Provision. Der Preis für den Käufer (euch) ändert sich dadurch natürlich nicht.

5 Berufe beim Film an die niemand denkt

Abseits der klassischen Filmberufe wie Kameramann, Schauspieler oder Regisseur gibt es beim Film noch weit aus mehr Möglichkeiten beruflich Fuß zu fassen.

Das sind 5 Berufe beim Film an die nie jemand denkt

1. Koch/In: Es ist ein ungeschriebenes Gesetz am Filmset: Wenn das Essen nicht schmeckt wird der Film schlecht. Als Koch liegt also eine Menge Verantwortung in deiner Hand. Da die Drehtage beim Film und im TV oft lang sind, ist es standart, dass am Set für alle ein Catering zur Verfügung steht. Neben kleinen Snacks gibt es natürlich Getränke und ein ordentliches Mittagessen. Bei großen Filmsets können gut und gern 50 oder mehr Menschen vor Ort sein, die pünktlich zur Mittagszeit auf der Matte stehen. Dabei muss Mittag nicht unbedingt um 12Uhr mittags sein, sondern ist in Relation zur Arbeitszeit zu sehen. Wenn der Drehtag verschoben beginnt, beispielsweise erst um 16Uhr, dann wird Mittag irgendwann gegen 22Uhr sein. Als Koch sorgst du neben dem guten Geschmack auch für eine ausgewogene und gesunde Ernährung der Crew. Heutzutage wird neben Gemischtkost auch vegetarisches und veganes Essen angeboten. Oft ist man als Koch beim Film als Caterer selbstständig. Dabei spezialisiert man sich auf die Verpflegung am Set und kann so das Filmleben voll miterleben.

Foodtruck von MaMa FilmCatering am Set von Bibi und Tina 2

2. Script & Continuity: Korrekterweise sind das zwei Berufe, doch an einigen Sets wird das in Personalunion von einer Person ausgeführt. Eine Ausbildung gibt es dafür nicht, wer gewissenhaft und detailverliebt ist, passt ideal zu diesem Beruf. Als Script und Continuity trägst du die Verantwortung Requisitenfehler zu vermeiden. Du achtest darauf, dass die Uhr des Schauspielers immer am gleichen Handgelenk sitzt und alle Textpassagen auch wirklich aufgenommen wurden. Es wäre doof und sorgt meistens für spöttische Presse, wenn Requisiten im Film von einem Moment auf den Anderen verschwunden sind, ihren Platz wechseln oder die Dialog aufgrund fehlender Dialogzeilen keinen Sinn ergibt. Hohe Konzentration, Belastbarkeit und schnelle Auffassungsgabe sind gute Vorraussetzungen dafür. Wer gut ist kann von 3-4 Spielfilmprojekten im Jahr leben.

Continuityprotokoll des Kurzfilmes Zufällig falsch

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3. Berufskraftfahrer/In: Wenn du gerne auf den Straßen unterwegs bist und ein technisches Interesse hast, bietet sich der Job als Berufskraftfahrer für dich an. Die öffentlich-rechtlichen Sender und großen Produktionsdienstleister sind täglich auf den Straßen unterwegs, um das Material für TV und Videoproduktion von A nach B zu bringen. Mehrere LKWs sind notwendig, um beispielsweise die Technik für die Übertragung eines Bundesligaspiels zu transportieren. Als Berufskraftfahrer ist man dabei nicht nur für sein Fahrzeug verantwortlich und den sicheren Transport, sondern übernimmt oft noch technische Aufgaben und baut die Kameras und Kabelwege mit auf. In der Regel ist man als Berufskraftfahrer festangestellt und kann mit einem monatlichen Gehalt von ca. 2100-2500€.

Der FÜ2 des Südwest Rundfunk

4. Schreiner/In: Jeder Film, jede TV Sendung, jeder Werbeclip hat eine Kulisse. Und sobald diese nicht real ist, also kein schon bestehendes Haus oder eine Landschaft, dann wird sie in der Regel aus Holz, Plexiglas, Styropor oder ähnlichen Materialien gebaut. Als Schreiner lernt man präzise und schön zu arbeiten, genau das ist es, was für die Kulisse im Film und TV Gebraucht wird. Allerdings nur dort, wo die Kamera draufhält. Die Rückseite einer Kulisse ist meist ziemlich unschön. Als Schreiner bietet es sich an einen eigenen Betrieb, spezialisiert auf Film und TV Kulissen zu gründen oder aber einer der wenigen festangestellten Arbeitsplätze bei Studios, wie den MMC Studios in Köln, oder dem Studio Babelsberg zu ergattern. Festanstellungen sind oft Projektbezogen befristet. Das Einkommen kann schwanken je nach Berufserfahrung und Projektbudget. Die Spanne als Schreinermeister zieht sich von 2000 bis 3500€ im Monat. Als Selbstständiger sollte man sich an diesem Monatsgehalt orientieren und die eigenen Kosten für Sozialversicherungen sowie Material und Werkstattkosten berücksichtigen.

Kulissenteile des Kurzfilmes Zufällig falsch während dem Bau

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5. Buchalter/In: Der Rubel rollt, auch beim Film und im TV. Und überall dort wo Geld verdient oder ausgegeben wird, braucht es eine zuverlässige Buchhaltung. Requisiteneinkauf, Gagenabrechnung, Steuern, Werbegelder, DVD Verkäufe, etc. alles muss ordentlich verbucht und die Kosten dokumentiert werden. Je nach Größe der Produktion kann es sein, dass man sein Büro direkt am Set hat oder im Produktionsoffice bleibt. Als Buchalter/In ist man festangestellt bei einer Produktionsfirma und kann mit einem Gehalt von rund 2800-3200€ im Monat rechnen.

Filmbuchhaltung setzt Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit voraus.

Hattest du alle dieser fünf Berufe auf dem Schirm? Beim Film muss man nicht zwangsläufig kreativ sein, man muss auch nicht Schauspieler oder Beleuchter sein. Auch Berufe wie die oben genannten braucht die Branche. Ob dein Berufswunsch auch in der Filmbranche zu finden ist?

Deine persönliche Berufsberatung ermöglicht dir einen umfasenden Blick in die Berufsmöglichkeiten der Film und TV Branche.

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Deadlines erfüllen – Das Musthave für Selbstständige

Sind Deadlines heutzutage nur noch ‚dead lines‘? Als Selbstständiger begegnen mir Deadlines ständig und auch bei meiner Arbeit als Creative Producer, sind Deadlines allgegenwärtig. Egal, ob ich sie mir selber setze oder die Termine und Abgabedaten vom Kunden kommen: Deadlines haben einen bestimmten Grund! Als Selbstständiger im Film und TV Business tut man also gut daran, besser früher als zu spät den Umgang mit Deadlines zu lernen.

Um mit Deadlines umgehen zu können, bedarf es einem guten Zeitmanagement. Der Klassiker ist das Paretoprinzip mit der 80/20 Regel. Diese besagt, dass man 80% der Arbeit in 20% der Zeit schafft, während die letzten 20% der Arbeit die restlichen 80% der Zeit einnehmen. Mich wundert es also nicht, dass es viele Menschen schaffen, kurz vor der Deadline zu beginnen und dennoch beachtliche Arbeit zu verrichten. Doch beachtlich heißt nun mal nicht vollständig, perfekt oder dem Ziele entsprechend. Und genau das ist es, was den Semiprofessionellen Amateur vom Profi unterscheidet. Entschuldigt meine direkten Worte, doch wer seine Arbeit nicht fristgerecht und zielentsprechend verrichten kann, arbeitet nicht professionell! Es ist ein Trugschluss, dass mit den Begriffen Kunst und Künstler alles erklärt werden kann. Doch die große Mehrheit der sogenannten One-Man-Shows, verstehen sich als die Helden der Nation, die mit guten visuellen Ergebnissen die mangelnden Businessfähigkeiten verstecken möchten und sich gleichzeitig fragen, warum die Kunden wenig zahlen möchten oder man über den gleichen Typ Kunde nicht hinaus kommt. Es liegt nur zu einem kleinen Teil am Kunden, das kannst du mir glauben. Zeitmanagement ist eine von diesen Businessfähigkeiten, die man immer weiter verbessern kann.

Zeitmanagement ist das Musthave für Selbstständige.

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Bis Ende 2019 habe ich ein TV Magazin als Kameramann und Editor gestaltet. Regelmäßig saß ich im Schnitt und wartete mehrere Stunden auf die letzten Beiträge für die Sendung, obwohl die Deadline für die Videojournalisten bereits eine Woche zurücklag. Dabei ist der Umgang mit Deadlines doch gar nicht so schwer, oder?Entwerder man hält sie ein und alles ist gut, oder man verpasst sie und muss mit Konsequenzen rechnen. Zum Beispiel wird dann ein Beitrag nicht gesendet, ein Film kann nicht auf dem vorgesehen Event gezeigt werden und als Folge dessen geht man aufgrund der nicht erbrachten Leistung das Risiko ein, einen Teil der Geldes nicht zu erhalten. Ich rede hier nicht von verpassten Deadlines, weil der Kunde seinen Teil der Abmachung nicht einhält, sondern den verpassten Deadlines, die du selbst vermasselt hast.

Mit diesen Tools kannst du deine Zeit besser managen:

Die Kunst hat es nicht zugelassen rechtzeitig fertig zu werden, es war noch nicht perfekt, ich konnte nicht früher fertig werden weil ich noch etwas zu tun hatte, blablabla. Es sind alles faule Ausreden, die auf deine eigene Unfähigkeit zurückführen. Ein Kunde bemerkt das und merkt sich so etwas, auch wenn er es nicht verbal kundtut. Verpasste Deadlines und der Umgang damit offenbaren eine Menge über dich als kreativen Dienstleister. Verpasste Deadlines sind bei mir der zweithäufigste Grund, warum ich Selbstständige nicht mehr buche!

Als Dienstleister, die wir als Filmemacher egal welches Departments sind, haben wir einen Job: Das gewünschte Ergebnis in der geforderten Qualität und der geforderten Zeit zu erzielen und abzuliefern. Ein Job.

Zeit und Qualität gibt der Kunde vor und wenn ich das nicht erfüllen kann, muss ich so ehrlich sein und es mir selbst eingestehen und dem Kunden das auch so mitteilen. Anderweitig richte ich mich selbst zu Grunde.

Folgender Schlüsse ziehe ich aus dem Umgang mit Deadlines meiner gebuchten Freelancer (unsortierte Reihenfolge):

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1. Zuverlässigkeit

Egal was ich tue, egal in welcher Beziehung ich mit meinem Gegenüberstehen: Wenn ich eine Aufgabe bekomme oder nach etwas gefragt werde und ich stimme zu es zu erledigen, dann muss ich das auch machen. Vorallem wenn ich dafür Geld bekomme! Warum? Ganz einfach! Tue ich es nicht oder zu spät, wird die Beziehung auf Dauer negativ beeinflusst. Das Vertrauen wird weniger, es ist immer eine ungute Stimmung in der Luft und im schlechtesten Fall fühlt man sich unwohl, wenn man den anderen um etwas bittet. Wird er es diesmal wirklich machen? Das ist in der Familie so, in der Freundschaft, in der Uni zwischen Kommilitonen und auch im Berufsalltag. Ein Projekt an dem ich beteiligt bin, hat in der Regel eine Deadline. Wenn ich diese immer wieder unzuverlässig versemmel, dann bin ich vermutlich bald nicht mehr an so vielen Projekten beteiligt. Irgendwann ist eben Schicht im Schacht.

Buchempfehlungen zum Thema Zeitmangement

2. Wertschätzung des Kunden und Projektes

Wie steht es denn mit der Wertschätzung meines Gegenübers oder seiner Sache? Projekte kann man in der Regel immer auf zwei verschiedene Arten angehen. Entweder ich brenne dafür, bin zumindest davon begeistert, oder ich mache es nur wegen des Geldes. Im letzteren Fall haben wir eine suboptimale Ausgangsposition. Mit dem Kopf ist man mehr bei der Rechnung, die man am Ende stellen kann oder beim Feierabend, wenn das Projekt endlich fertig ist. Die Sache ansich ist halt auch da, aber weckt nicht sonderlich viel Begeisterung. Stell dir vor nun kommt noch etwas dazu, was dich auf die Palme bringt. Der Kollege, der komische Witze macht wird plötzlich euer Teamkollege im Projekt oder euer Computer zickt rum. Vermutlich wird es dann nicht der dumme Computer sein oder der nervige Kollege, sondern schnell wird alles auf des Projekt geschoben und die Motivation sinkt im Sturzflug. Keine gute Ausgangsposition, um eine Deadline einzuhalten. Wenn euch nun egal ist was mit dem Projekt passiert und der Kunde das merkt, wird er vermutlich nicht begeistert sein. Dann fühlt er sich und sein Projekt nicht wertgeschätzt. In diesem Moment zeigt sich wer professionell arbeiten kann und wer nicht. Mit Sicherheit bin ich nicht perfekt, doch ich versuche es den Kunden nie spüren zu lassen, dass ich keine Freude an seinem Projekt habe. Ich versuche ggf. Verbesserungsvorschläge zu machen, oder aufzuzeigen worin gerade das Problem liegt. Trotzdem werde und muss ich mein Bestes tun, um das Projekt fristgerecht abzuschließen, selbst wenn ich nicht die Ursache der Verzögerung bin und wenn doch, dann erst recht!

3. Zeitmanagement 

Das Zeitmanagement ist ein sehr individueller und gleichzeitig sehr entscheidender Punkt. Gehen wir davon aus, dass du echt begeistert bist von einem Projekt und mit Herzblut daran arbeitest und trotzdem merkst du, dass du es bis zur Deadline nicht schaffen wirst. Woran liegt das? Hat der Kunde selbst vergessen dir rechtzeitig eine Information oder Feedback zu geben? Das kann vorkommen. In diesem Fall weise ich den Kunden freundlich darauf hin, dass durch diese Verzögerung das gesamte Projekt leicht verzögert wurde. Trotzdem werde ich mein Bestes tun, um die Deadline einzuhalten oder die Verzögerung so gering wie möglich zu halten. Ich sollte mich also nicht auf der Verzögerung durch den Kunden ausruhen. Hat eine Verzögerung aber rein persönliche Ursachen, dass ich meine Zeitressourcen nicht gebacken bekomme, dann läuft irgendwas ganz gehörig schief. Wenn ich ein Projekt annehme, muss ich mir im klaren sein wie viel Zeit das in Anspruch nimmt und ob das für mich bis zur Deadline möglich ist. Wenn nicht, mach ich das dem Kunden klar oder lehne das Projekt ab. Das tut zwar weh, doch ein verbrannter Kunde und nicht eingehaltene Deadlines bringen dir auch nicht mehr als einen unzufriedener Kunde und im schlimmsten Fall Vertragsstrafen. Man muss sich bewusst sein, wie viel Zeit man noch hat, wie viel Zeit man noch braucht und ob es Sinn macht jeden Abend „just for fun“ unterwegs zu sein oder ob man nicht lieber mal was arbeiten sollte. Für eines haben nämlich die wenigsten Verständnis: Wenn du eine abgesprochene Deadline verpasst, weil du es für notwendiger gehalten hast Spaß zu haben!

Das führt mich zum nächsten Punkt.

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4. Selbstreflexion

Selbstreflektion ist bei Projektarbeiten das A & O. Insbesondere als Selbstständiger. Ich muss meine Fähigkeiten kennen, ich muss wissen welche Arbeit ich in welcher Zeit schaffen kann. Ich muss erkennen wo ich Zeit verliere und vergeude, ich muss lernen einzusehen, dass ich nicht alles perfekt kann und für manches länger brauche. Ich muss reflektieren was beim letzten Projekt gut war und wo Optimierungsbedarf herrscht. Ich muss lernen, dass man nicht alles für Geld tun sollte und damit meine ich so etwas wie unendliche Nachtschichten hinter dem Computer etc. Wer nicht schläft kann auf Dauer nicht arbeiten!

5. Geschäftsfähigkeit

Wer Deadlines, durch wiederholtes Eigenverschulden, nicht einhalten kann, ist als Selbstständiger nicht geschäftsfähig! Hier empfehle ich einen Coach, oder eine Festanstellung ohne Zeitverantwortung.

Wie viel ist eine Deadline heute noch wert, wenn sie das Erste ist das du versuchst zu ändern?

When you want to change the world, first change yourself!

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Berufsbild Aufnahmeleiter – mit Johannes Gall

Was macht eigentlich ein Aufnahmeleiter und wie sieht der Arbeitsalltag aus? Johannes Gall arbeitet als Aufnahmeleiter und war bereits für Kino- und TV Spielfilme im Einsatz. Er berichtet wie sein Arbeitsalltag aussieht, welche Eigenschaften man für diesen Beruf mitbringen sollte und wie viel man verdienen kann.

Was bedeutet der Job des Aufnahmeleiters?

Je nach Größe des Drehs kommen eine Menge Aufgaben auf einen zu. Allerdings wird bei großen Projekten unterschieden zwischen Aufnahmeleiter, Motivaufnahmeleiter und Setaufnahmeleiter. Grundsätzlich geht es aber darum, dass im Vorfeld der Produktion alles organisiert ist. Dabei liegt besonders die Logistik und Tagesplanung im Fokus.

Welche Eigenschaften sollte man als Aufnahmeleiter mitbringen?

Organisationstalent ist unabdingbar. Dazu gehört vorallem das Management der eigenen Zeit und der Zeit anderer. Ebenso gilt es den Überblick über die gesamte Produktion zu behalten und ein dritter wichtiger Punkt ist die Kommunikationsfähigkeit gegenüber Dienstleistern und Mitarbeitern.

Das Interview mit Johannes Gall als Podcast:

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Von Vorteil ist ein grundlegendes technisches Verständnis, sodass man im Gespräch, mit beispielsweise dem Kamera- und Lichtdepartment ,einordnen kann worum es geht und selbst schon die ersten Punkte organisieren kann. Sicherheit- und Arbeitsgesetze sind Grundwissen für den Beruf das Aufnahmeleiters.

Als Aufnahmeleiter bildet man den Dreh und Angelpunkt in der Organisation zwischen Büro und Set. Dementsprechend muss man auch einen breiten Wissensstand mitbringen oder sich aneignen.

Das Interview mit Johannes Gall auf YouTube:

Wie sind die Arbeitsbedingung?

Während der Produktionszeit sind 10-12h Arbeitstage keine Seltenheit. Auch die Vorbereitung ist fordernd. Allerdings hat man zwischen den Projekten in der Regel einige Tage/Wochen frei. Man ist pro Projekt kurzzeitangestellt und damit regulärer Arbeitnehmer. Somit gelten die allgemeinen Arbeits- und Ruhezeitgesetze. Das Gehalt ist immer Verhandlungssache. Der Verdi Tarifvertrag empfiehlt eine Mindestgage von brutto 350€/Tag. Davon gehen dann Steuern und Versicherungen noch weg. Ist man Generaldienstleister im Bereich Aufnahmeleitung und tritt somit als Rechnungssteller auf, muss dieser Tagessatz plus 30% und zusätzlichen Ausgaben als Mindestgage angesetzt werden. Somit kann man je nach Projekt zwischen 12.000€ und 20.000€ verdienen. Im Jahr schafft man in der Regel zwischen drei und vier Projekten.

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Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Ein Studium oder eine Ausbildung im Filmberiech ist sicherlich von Vorteil. Eine explizierte Berufsausbildung zum Aufnahmeleiter gibt es aber nicht. (Die IHK bietet Weiterbildungsmöglichkeiten an). In der Regel arbeitet man sich von Projekt zu Projekt in die Materie ein. Dabei beginnt man bei eigenen oder Studentenprojekten und wechselt dann bei ausreichend Erfahrung und Wissen zu Werbe- oder Filmjobs. Auch beim Fernsehen arbeitet man sich hoch, oft ist dort die Einstiegshürde mit entsprechendem Vorwissen niedriger, dafür sind die Bedingungen im Job etwas härter.

Werden Fachkräfte gesucht?

Das ist regional unterschiedlich. In den Film und TV Metropolen Köln und München sowie Berlin gibt es deutlich mehr Berufsanwärter und Berufstätige, wie beispielsweise in Stuttgart. Dort wird fähiges Personal dringend gesucht. Grundsätzlich gilt wie so oft im Film: Wer gut ist wird sich durchsetzen, aber ohne Fleiß kein Preis!

Wenn du mehr zu diesem Thema wissen willst oder eine persönliche Berufsberatung in Erwägung ziehst, dann schau doch direkt auf der Beratungsseite vorbei. In deiner persönlichen Berufsberatung für Film und TV wird deine individuelle Situation beleuchtet, deine Fragen beantwortet und definiert, welcher Weg zum Film für dich der sinnvollste ist.

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