Corona für Filmemacher – deine große Chance!

Für viele Filmemacher scheint die Coronapandemie ein harter Brocken zu werden. Auftragsanfragen brechen ein, bestehende Produktionen werden abgesagt, die Aussicht bleibt trüb, da aktuell niemand weis ab wann die Produktionen wieder anlaufen können.

Trotzdem behauptet ich, dass die Coronakrise die größte Chance für dich als Filmemacher ist, die es in den letzten Jahren gab. In diesem Artikel möchte ich dir erklären warum, und wie du diese Chance nutzen kannst!

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Ohne Frage sind die aktuellen Tage und Wochen ein Krisenszenario, welches man sich im vergangen Jahr nicht vorstellen konnte. Umso besser, das Bund und Länder sehr schnell für kleine und mittelständige Betrieb die Soforthilfen gestartet habe, sodass diese Betriebe am Leben bleiben können. Ob diese Maßnahmen alle Betriebe und Selbstständige retten wage ich zu bezweifeln. Gerade die Gastrobranche und Solopreneure, werden in den Monaten nach der Krise die wahren Auswirkungen spüren. Eine schnelle Rolle rückwärts zur Normalität ist nämlich nicht zu erwarten.

Auch ich habe gerade keine bezahlte Arbeit. Glücklicherweise kann ich aber dazu sagen, dass es bei mir nicht an Corona liegt, sondern daran, dass ich während ich diese Zeilen schreibe, die letzten Tage meiner einmonatigen Elternzeit genieße. Zudem bin ich nur noch nebenberuflich selbstständig und arbeite hauptberuflich bei einem christlichen TV Sender, welcher rein spendenfinanziert ist. „Nadann hat der ja gut reden!“, magst du vielleicht denken. Vielleicht. Wenn ich mir die vielen abgesagten Produktionen beim Sender anschaue und meine eigenen Projekte dort betrachte, wovon eines im Ausland gedreht werden soll (Reisebeschränkungen) und das andere eine große finanzielle Belastung für den Sender mit sich bringt, wage ich auch hier zu bezweifeln, ob diese Projekte, bei einem möglichem Spendeneinbruch wirklich stattfinden. Am Ende stehen auch hier Jobs auf dem Spiel.

Da meine Frau aktuell nicht arbeitet, sondern sich liebevoll um unsere Kleine kümmert, ist das Einkommen aus meiner Selbstständigkeit auch sehr gerne gesehen und es würde mir weniger Sorge bereiten, würde das wieder anlaufen. Also ja, auf der einen Seite habe ich gut reden, da ich einen Arbeitsvertrag habe, welche mir monatliches Einkommen garantiert, zumindest bis jetzt. Auf der anderen Seite kann ich auch die Einnahmen der Selbstständigkeit gut gebrauchen und setze alles daran, dass diese bald auch wieder fließen.

Corona ist die Chance des Jahrzehnts für dich als Filmemacher!

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Immer, wenn der Markt unvorhergesehen aus den Fugen gerät, bahnt sich ein Umbruch an. Das war so als der Computer Ende der 90er massentauglich wurde, die ersten digitalen Kameras auf den Markt kamen, FullHD und 4K eingeführt wurden oder 2008 und 2012 während der Wirtschaftskrisen. Und nun kommt Corona.

Eigentlich bleibt doch alles beim alten, oder?

Diese Annahme höre ich in diesen Tagen oft, oder ist es eher eine Hoffnung? Ich bin davon überzeugt: Es ist ein Trugschluss. Zum Einen, steuern wir geradewegs auf eine Wirtschaftskrise zu bzw. befinden uns schon mitten drin. Wie lange diese anhält und welches Ausmaß sie einnimmt ist aktuell noch nicht absehbar. Die Politik gibt zwar ihr Bestes, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern, doch wie es in 2-3 Monaten aussieht, weiß aktuell keiner. Oder denken wir kurz daran, wenn eine überall gefürchtete zweite Infektionswelle kommt. ich möchte mit Sicherheit den Teufel nicht an die Wand malen, das ist nicht meine Art. Ich betreibe aber aktives Risikomanagement.

Warum? Ließ den Artikel zum Unternehmerischen Risiko, um es dir in Erinnerung zu rufen.

Zum Anderen, bin ich davon überzeugt, dass sich unsere Branche verändern wird. Viele Unternehmen wurden nun gezwungen sich zu digitalisieren, haben den Charme von Videokonferenzen und Webinars erkannt. Pressemitteilungen werden plötzlich als Livestream veröffentlich, wo vor kurzem noch eine pdf ausgereicht hat und ich habe von Unternehmen gehört, die darüber nach denken ihre Messeaktivitäten einzustellen und z.B. alle Produktpräsentation in Zukunft online, ggf. in VR, durchzuführen. Für andere, vor allem mittelständische Unternehmen, sind Imagefilme und generell Videos oftmals ein Marketingluxus, welches sie sich nur bei sehr guter wirtschaftliche Lage leisten können oder wollen. Gerade diese Unternehmensschicht ist aktuell stark von der Pandemie betroffen und wird mit Sicherheit weniger beauftragen, als noch im vergangen Jahr.

Die Aussicht ist mäßig bis wolkig. Wo auf der einen Seite Aufträge entstehen, brechen auf der andererseits Auftragszahlen ein. Die Umsätze verschieben sich und werden kleiner.

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Deshalb ist Corona für dich als Filmemacher ein riesige Chance:

Es gibt für dich als Selbstständigen im Grunde drei Wege, um mit eine Situation wie der Coronakrise umzugehen.

1. Aufgeben. Du kämpft als Filmemacher noch solange die wenigen Rücklagen reichen, wartest auf Aufträge und gibst schließlich auf und suchst dir einen anderen Job, in einer vermeintlich sichereren Branche. Du kehrst, der Selbstständigkeit den Rücken, warst unbewusst vielleicht nie zu 100% davon überzeugt und nun hast du auch noch einen guten Grund aufzugeben und kannst einem nicht greifbaren Virus die Schuld in die Schuhe schieben. Herzlichen Glückwunsch, du hast verloren!

2. Aussitzen. Du hast als Filmemacher das große Glück und warst in den Monaten und Jahren vor Corona sehr erfolgreich und hast dir ein ordentliches Finanzpolster aufgebaut. Somit kommst du locker mehrere Monate auch ohne die gewohnten Einnahmen durch und sitzt Corona quasi aus. Du wartest einfach bis wieder die Aufträge kommen bzw. die Lockerungen neue Drehs ermöglichen. Ab und zu schreibst du mal Kunden an und machst Werbung für die Zeit nach der Krise. Im Großen und Ganzen bleibt alles beim alten und du sitzt die ganze Sache aus. Was du dabei aber nicht beachtest, sind mögliche Veränderungen am Markt. Durch die letzten Monate und Jahre bist du verwöhnt von gut laufenden Geschäften und hast Marktveränderungen aus dem Blick verloren. Dementsprechend kannst du dann bei neuen Produktionsanforderungen ggf. nicht mithalten, hast nicht das notwendige Knowhow oder keine Zugriff auf gute Leute und Technik, welche die neuen Bereiche, die außerhalb deines täglichen Horizontes liegen, bereits beherrschen. Du brauchst eine Weile bist du fit genug bist um Aufträge abwickeln zu können und hast in der Zwischenzeit einige deiner Kunden an die Konkurrenz verloren, die aufmerksamer waren und ihre Chance genutzt haben. Entweder wirst du langsam aber sicher in Richtung Option 1 (siehe oben rutschen)rutschen , oder aber du kommst auf Option 3, die für dich nun aber mehr Arbeit als eigentlich notwendig bedeutet, weil du nachholen musst.

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3. Aufstehen. Du hast als Filmemacher wegen Corona zwar keine Aufträge und keine Einnahmen, aber du nicht aufgeben und das ganze auch nicht aussitzen. Du willst unbedingt etwas tun. Du bist neugierig, informierst dich über das Marktgeschehen, bleibst mit deinen Kunden in Kontakt. Nicht nur per Mail, sondern du rufst sogar mal an. Du betreibst aktive Kundenbetreuung und erfährst so, was die aktuellen Bedürfnisse der Kunden sind. Dabei stellen sich neue Anforderungen heraus, welche ggf. noch nicht in deiner Expertise liegen. Sofort packst du diese Gelegenheit am Schopf, nutzt die Zeit in der zu gerad kein Aufträge hast, um dich weiterzubilden. Du connectest dich mit Kollegen die bereits in dem neuen Geschäftsbereich Expertise haben tauschst dich aus. Sobald du dich sicher fühlst gibt es eine neue Runde Kundenbetreuung. „Herr XY, ich habe über unser Telefonat demletzt nachgedacht und ihre Sorge, ob sie alle Kunden ohne geöffnete Filialen halten können, hat mich auf folgende Idee gebracht…“, „Guten Tag Frau AB, im letzten Telefonat haben sie mir erzählt, dass sie eigentlich zu dieser Zeit auf Messe wären, um ihr neues Produkt vorzustellen. Was halten sie davon, die Produktpräsentation medial aufzubereiten und …“. Jetzt geht es darum neue Ideen zu entwicklen, aktiv Akquise zu betreiben. Viele der Kunden kennen nicht alle Möglichkeiten, die das Medium Film und Video bietet oder haben keine Vorstellung, wie so etwas umgesetzt wird. Livestreaming ist eine aktuell sehr gefragte Option auch für interne Unternehmenskommunikation, kleine Produktion mit 3-4 Personen sind auch noch realistisch umzusetzen, vor allem jetzt, wenn sich die Einschränkungen langsam zu lösen scheinen. Herzlichen Glückwunsch du hast gerade zwei neue Aufträge generiert, weil du aktiv warst und Möglichkeiten gesucht, statt auf Kunden gewartet hast!

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Nie hattest du mehr Zeit dich um dein Business zu kümmern als jetzt. Es gilt Kreativ zu sein und Chancen zu nutzen. Wer wartet verliert aktuell den Boden unter den Füßen. Nutze die Zeit für Weiterbildung, kümmere dich um Zugriff auf gutes Equipment und gute Kollegen, biete deinen Kunden aktiv Alternativen an und erfahre durch aktive Kundenbetreuung ihre aktuellen Bedürfnisse. Ein gutes Produkt, gepaart mit einem attraktiven Preis überzeugt auch in der Krise. So kannst du von Platzhirschen in der Branche, den ein oder anderen Kunden abwerben. Vermutlich nicht den riesigen Werbeagenturen von Daimler, Bosch, oder ähnlichen. Aber die kannst neue mittlere und kleinen Betriebe für dich als Kunden gewinnen.

Die Branche sortiert sich gerade neu, da alle schauen müssen wie es weiter geht. Genau das ist die Chance einen Schritt schneller zu sein wie die Konkurrenz und neue Kunden für sich zu gewinnen, um nach der Krise auf sicher bedienen durchstarten zu können.

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