Berufsbild Filmemacher

Der Begriff Filmemacher ist heute allgegenwärtig. Auf Instagram, Facebook, YouTube, überall wimmelt es von Menschen, die sich Filmemacher nennen. Doch was genau macht eine Person zu einem Filmemacher und wie wird dieser Beruf definiert?

Zu aller erst muss man festhalten, dass sich eigentlich jeder Filmemacher nennen darf, der irgendeine Art von Film erstellt. Ob es ein Urlaubsvideo ist, ein Werbespot, ein Hobbyfilmprojekt oder ein Kinofilm. Ein Filmemacher, macht einen Film. Es ist keine geschützte Berufsbezeichnung und setzt auch keinen bestimmten Abschluss voraus. Für mich steht dieser Begriff sinnbildlich für die aktuelle Situation der Branche. Viele machen Filme, viele nennen sich Filmemacher, doch die wenigsten wissen wirklich was sie tun.  Das ist gar nicht böse gemeint. Ich beobachte allerdings, dass auf der einen Seite von einer Marktüberschwemmung gesprochen wird und auf der anderen Seite lese und höre ich von den großen Produktionshäusern, dass Fachkräftemangel herrscht. Es scheint paradox zu sein, doch nach einem genauen Blick erklärt sich dieser Sachverhalt schnell.

Da der Begriff  bzw. Beruf Filmemacher, wie bereits weiter oben geschrieben, nicht geschützt ist gibt es auf den ersten Blick keinen Unterschied mehr zwischen dem Hobbyfilmer und dem Filmprofi. Jeder der sich also eine halbwegs gute Kamera leisten kann und beginnt Filme aufzunehmen nennt sich Filmemacher. Oft kommen dabei auch sehr beachtliche Ergebnisse heraus, doch sobald man in die Tiefe der Thematik einsteigt, die Größe der Kamera über eine Sonysystemkamera hinaus geht, werden große Wissenslücken deutlich. Der Filmprofi, der seit Jahren an der Produktion von TV Spielfilmen beteiligt ist, ist aber auch ein Filmemacher. Da hier alles in einen Topf geworfen wird, entsteht der Eindruck einer übersättigten Branche, wobei doch Fachkräftemangel herrscht.

Das ist der Grund, weshalb sich der Beruf des Filmemacher so schlecht fassen lässt. Wenn also Person X auf mich zu kommt, mit der Attitüde als sei sie Mr./Mrs. Hollywood persönlich, und behauptet sie sei ein Filmemacher, bin ich erst einmal skeptisch und frage nach. Sehr schnell wird dann klar, was genau die Tätigkeit/der Beruf und der Status (Schulabgänger, Azubi, Student, Berufseinsteiger, etc.) ist. Sobald das geklärt ist, kann es weitergehen.

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Zusammengefasst heißt das also: Wer Filme macht, ist ein Filmemacher. Wer ein Filmemacher ist, weiß aber nicht zwangsläufig wie man professionell Filme macht.

P.S.: Da der Beruf so weitläufig ist kann es hier auch keine konkreten Infos zu deinen Aufgaben, deinen Einsatzgebieten, deinem beruflichen Werdegang, deinen Gehaltsaussichten und deiner Ausbildung geben. Das gibt es dann bei allen Berufsbildern, die sich einem konkreten Beruf widmen, am besten du abonnierst gleich den Newsletter um nichts zu verpassen 😉

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